Katrin Schmeißner

"Goethe è tedesco ma è anche nostro"

Die Goethe-Rezeption in Italien 1905-1945


Paperback, 17 x 24 cm, 242 S., 15 Abb.,
ISBN 3-934632-38-6, EAN 9783934632387, 29,90 (D) (bestellen)

Goethes Italienwahrnehmung gilt immer wieder das Interesse der Forschung. Die Aufnahme des Dichters im Land seiner Sehnsucht aber wird weit weniger berücksichtigt. So blieb auch seine Rezeption in Italien von 1905-1945 außerhalb eines literaturwissen- schaftlichen Rahmens bisher unerforscht.
Doch die Aneignung des Dichters erlebt besonders vor und in der Zeit des Faschismus einen Höhepunkt: Während die literarische Bezugnahme zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausläuft, manifestiert sich die Goethe-Interpretation in der Folge auf einer Vielzahl von Ebenen. Zwischen 1905-1915 verbreitet die Florentiner Presse ein reduziertes Goethe-Bild. Diesem arbeiten über mehr als zwanzig Jahre allein der Philosoph Benedetto Croce und der Intellektuelle Antonio Gramsci entgegen.

Nach der Verbreitung goethescher Werke durch Neuauflagen zu Beginn der zwanziger Jahre finden sich weitere Höhepunkte der Instrumentalisierung in der „Enciclopedia Italiana“, mit pompös zelebrierten Feierlichkeiten 1932, der Schaffung des Goethe-Preises 1937, der Inauguration von Denkmälern sowie in der Filmproduktion. Wie das Buch zeigt, ist damit das erstaunlich weite Spektrum der Instrumentalisierung jedoch keineswegs umrissen.

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