Eddy Weetaltuk
in Zusammenarbeit mit Thibault Martin

Mein Leben in die Hand nehmen
Die Odyssee des Inuk E9-422

Herausgegeben von Helga Bories-Sawala. Aus dem Englischen und Französischen übersetzt von Rolf Sawala. Paperback, 17 x 24 cm, 274 S., 40 z.T. farbige Abb., Glossar ISBN 3-934-632-95-5, EAN 9783934632950, Ladenpreis € 24,90 (D).

Dies ist die unerhörte Geschichte des Inuk Eddy Weetaltuk (1932-2005), dessen Erinnerungen in Kooperation mit dem Québecer Soziologen Professor Thibault Martin aufgeschrieben und in Frankreich 2009 unter dem Titel „E9-422. Un Inuit, de la toundra à la guerre de Corée“ veröffentlicht wurden.

Eddy Weetaltuk wurde im Hohen Norden Kanadas in ärmlichste Verhältnisse geboren, sein Wissensdrang ließ ihn zu den wenigen gehören, denen eine Schulbildung zuteil wurde, die ihn wiederum motivierte, die Welt entdecken zu wollen. Um
„in den Süden“ reisen zu können, verleugnete er seine Inuit-Identität und trat unter falschem Namen in die kanadische Armee ein, erlebte auf diese Weise den Korea-Krieg und war schließlich Mitte der 1950er Jahre auch in Deutschland stationiert.

Mit einer großen Sensibilität kommentiert er die wechselvollen Lebensumstände, in die er gerät, und, nach langen „Wanderjahren“ schließlich heimgekehrt, die Veränderungen, die sich während der Jahrzehnte seiner Abwesenheit in seinem Heimatdorf ergeben haben.
Er hatte sich immer eine deutsche Ausgabe seiner Erinnerungen gewünscht. Die eindrucksvollen Aquarelle, mit denen er sie bebildert hatte, werden hier zum allerersten Mal veröffentlicht.
Über die Geschichte des ursprünglichen Manuskripts und über die Teilnahme der Indigenen an kanadischen Kriegseinsätzen in ihrer Bedeutung für die Entwicklung einer indigenen Identität informieren Beiträge von Prof. Thibault Martin (Université du Québec en Outaouais).